Uetersen

Uetersen

Das Zisterzienserinnenkloster und spätere Adelige Damenstift Uetersen bei Pinneberg in Holstein

Wie heilig ist diese Stätte! Hier ist nichts anders dann Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels. 1. Mose 28,17 Spruch über dem Nordportal, aus der Einweihungskantate


Eine Burg stiftete Heinrich II. vom Bramstede zu einem Kloster. Dazu rief er 12 Zisterzienserinnen aus Reinbek. Das Kloster war nicht inkorporiert, die geistliche Aufsicht hatte der Erzbischof von Bremen. Die 1240 erbaute Kirche wurde 1424 ein Raub der Flammen, doch 1440 stand die neue Kirche. Nach der Reformation blieb das Kloster ein Adeliges Damenstift der Ritterschaft Schleswig- Holstein. 1748 wurde die jetzige, größere Kirche erbaut.

Wenn man die Kirche betritt, wird der Blick sofort durch den großartigen Altar-Kanzel-Orgel Aufbau gefangen genommen.

Markant ist auch das Deckenfresko. Der Künstler Giovanni Battista Innocenzo Colombo hat es so angelegt, dass sich der Himmel über der Kirche fast ins Unendliche hinein öffnet. Von einem hellen Lichtkranz umgeben, sieht man in der Mitte die Taube als Symbol des Heiligen Geistes, ihr zugeordnet sind Gottvater auf der linken und Jesus Christus auf der rechten Seite.

Das Abendmahlsrelief auf dem Altar stammt noch aus der alten Klosterkirche.

Das Adelige Kloster ist heute eine selbständige Stiftung. Dem Konvent gehören zur Zeit sieben Damen und eine Priörin an. Keine von ihnen nimmt ihr Wohnrecht wahr, verstreut über ganz Deutschland gehen sie ihren Berufen nach.

Text und Fotos – wenn nicht anders vermerkt – von Elsa Plath-Langheinrich

Kirchengemeinde Uetersen