Heilsbronn

Heilsbronn

„Münster Heilsbronn: Spiritualität, Adelspatronat und evangelisches geistliches Leben“. Dazu gehören das religionspädagogische Zentrum und der Evangelische Konvent Kloster Heilsbronn (EKKH).
Der Konvent Kloster Heilsbronn wurde am 1. Advent 2007 eingeführt und hat die Rechtsform einer Stiftung. Die Gemeinschaft von Frauen und Männern, die sich unter dem Motto gemeinsam schweigen, hören, beten, leben regelmäßig im Kloster treffen, ist ökumenisch ausgerichtet. Der Münsterkonvent verantwortet die wöchentliche Vesper am Freitag. Der Klosterkonvent trifft sich vier Mal im Jahr, um die Tagzeitengebete zu beten, die Bibel zu teilen, zu meditieren und Gemeinschaft zu pflegen. Zweimal im Jahr tagen die beiden Kreise zusammen. Aktuell gehören zum Konvent 23 Konventuale, ein Ehrenkonventuale, zwei Novizen, eine Postulantin und drei Kapitulare an.
Geschichte
Im Jahr 1141 wurde die Gründung durch den Konvent aus Ebrach besiedelt. Träger politischer und kirchlicher Macht zeigten hohe Wertschätzung für die strenge Spiritualität des Reformordens. Um 1200 wurden die staufischen Könige, ab 1250 die zollerschen Burggrafen von Nürnberg Schutzvögte und ließen ihre Toten im Münster bestatten. Die Kirche beherbergt an die 500 Gräber, man nannte sie auch „christliche Schlafkammer Frankens“. Als erstes Zisterzienserkloster überhaupt wandelte Heilsbronn 1534 seine Novizenausbildung in eine öffentliche Schule um. Von den vielen Kostbarkeiten im Münster ist das eigentümlichste Kunstwerk zu nennen, das sog. Rechtfertigungsbild aus dem Marienaltar (1511). 1953 erwarb die Evangelisch-lutherische Kirche in Bayern die Abtei mit den Gärten und errichtete darin das Katechetische Amt.
Quelle: Kirchen und Klöster der Zisterzienser in Deutschland,Österreich und der Schweiz | Das evangelische Erbe in ökumenischer Nachbarschaft | Paul Geißendörfer (Hg.)
Text: Dr. Ulrich Schindler, Christian Schmidt (gekürzte Fassung)