Trauer um Richard Toellner


Der in Werther/Westfalen geborene Richard Toellner,
emeritierter Professor der Medizin,
wurde an seinem 89. Geburtstag
im Kloster Amelungsborn heimgerufen.



Eine große Trauergemeinde nahm am 12. Januar in der Klosterkirche St. Marien Abschied
von einem außergewöhnlichen Menschen mit überragendem Intellekt,
einem liebenswürdigen und feinen Humor, geprägt von einem starken Verantwortungsbewusstsein.
Vor allem aber auch mit einem tiefen und gelebten Glauben.
Er liebte besonders die Komplet und übernahm gern das Amt des Lektors.
„Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher
wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge. Dem widersteht, fest im Glauben“.

Richard Toellner wurde am 2. Januar 1930 als Sohn des Pfarrers Richard Toellner
und seiner Frau Renate, geborene von Kleist, geboren und hatte fünf Geschwister.
Er besuchte das humanistische Gymnasium Leopoldinum in Detmold und studierte Medizin,
evangelische Theologie und Geschichte in Mainz, Tübingen und Rom.

Von 1971 bis 1974 war Toellner Direktor des Instituts für Geschichte der Medizin
der Freien Universität Berlin und von 1974 bis 1996 Direktor des Instituts
für Theorie und Geschichte der Medizin der Universität Münster.

1978 gründete er als Dekan zusammen mit dem Internisten die
„Ethik-Kommission der Ärztekammer Westfalen-Lippe und der Medizinischen Fakultät Münster“,
der ersten ihrer Art in Deutschland.
Richard Toellner veröffentlichte Arbeiten zur Geschichte und Ethik der Medizin
im 16. bis 19. Jahrhundert und zur Geschichte der Medizin im Nationalsozialismus.
Auf dem 92. Deutschen Ärztetag in Berlin hielt er 1989 im Auftrag der Bundesärztekammer
ein Grundsatzreferat zum Thema: „Ärzte im Dritten Reich“.
Er bekannte darin zum ersten Mal öffentlich die Schuld der deutschen Ärzteschaft im Dritten Reich.

Von Prior Professor Rengstorf 1968 zuerst ins Kloster Amelungsborn eingeladen,
war er von 1974 bis 1998 Senior der Familiaritas.
Richard Toellner lebte im Ruhestand im Kloster Amelungsborn.
Er feierte in großer Treue allein und mit Gästen die Tageszeitengebete.
An den Tagungen unserer Gemeinschaft nahm er regelmäßig engagiert teil. 

Seit 1957 war Richard Toellner mit Dr. med. Ingrid Toellner, geborene Ulbrich, verheiratet.
Sie starb im Jahr 2002 . Das Ehepaar hat vier Kinder.
Ingrid Toellner gründete 1981 den ökumenischen Frauenkreis am Kloster Amelungsborn.
Richard Toellner hat seine letzte Ruhestätte auf dem Amelungsborner Klosterfriedhof
an der Seite seiner Frau gefunden.
Am Ende der irdischen Pilgerschaft wurde das Evangelium verkündigt,
das er sich gewünscht hatte:
Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast;
denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen …“ (Lk 2, 29-30). 
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Liebe Erben Geschwister,

unser Bruder Altabt Dr. Hans-Christian Drömann
ist am 19. Juni verstorben.
Im Frieden ist er von uns gegangen.

Was für ein langes erfülltes Leben war das!
Viele Spuren hat er an unterschiedlichen Orten hinterlassen.
Für uns in unserer Gemeinschaft war er wie ein Vater.

Zusammen mit Paul Geißendörfer und Abt Horst Hirschler hat er unsere Tagungen geprägt.

Gerne gab er einen Rat und war für jedes Gespräch bereit, aber er drängte sich uns nicht auf.

Besonders beeindruckend war sein Einsatz für die 4 Tagzeitengebete
auf unseren Tagungen.
Er hat sie eingeführt, und sie sind prägend geworden.

Ich habe es immer noch im Ohr, sein "Procedamus in pace"
auf das wir in der Statio antworten: "In nomine Christi, Amen".

Von dieser Aufgabe haben wir ihn bei der Tagung 2015
in Doberlug/Mühlberg verabschiedet.

Nun möge er auch in Frieden ziehen zu unserem Herrn Jesus Christus.
Gott sei ihm gnädig, das ewige Licht leuchte ihm!

Die Trauerfeier findet am Donnerstag, dem 28. Juni um 13.00 Uhr
in der Klosterkirche Amelungsborn statt.

Berthold überweist für uns eine Spende an die Klosterstiftung Amelungsborn,
wie seine Familie erbeten hat.

Liebe Grüße!
Eure Claudia & Axel Lundbeck

Obere Kirchstraße 6 , D-38640 Goslar
Tel.: 05321-7427218
axel.lundbeck@lk-bs.de

Wie wir soeben erfahren haben
ist unser Freund und Mitbegründer unserer Gemeinschaft
Dr. Gunther Nisch
im Alter von 85 Jahren verstorben.
Unser Mitgefühl gilt seiner Frau, Verwandten und Freunden.
Als Anlage fügen wir einen Beitrag von Paul Geißendörfer
aus der Festschrift des Chorin-Vereins anl. seines 85. Geburtstages bei.
Dr. Nisch gehörte zu den Pionieren unserer Gemeinschaft.
Sie hat ihm viel zu danken.

ggf bitte hier klicken

Text und Foto aus Festschrift zum Jubiläum von Dr. Gunther Nisch, Chorin Verein

Pfr. i.R. Wilfried Rahner.
Bruder Rahner und seine Frau Christa-Maria Rahner haben jahrelang an unseren Jahrestreffen
teilgenommen. Das Pfarrersehepaar war viele Jahre in Zehdenick, zog dann im Alter nach Berlin.
Am 19. Februar ist er in Berlin-Spandau verstorben (* 1931 in Vetschau).
In Zehdenick wird er am 27. Februar beigesetzt.
Witwe: Christa-Maria Rahner, Schönwalder Allee 26/8, Whg. 24, 13587 Berlin.