Tagungs- und Gästehaus
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Nicht wegen menschlicher Leistungen, sondern trotz mannigfachen menschlichen
Versagens hat Gott diesen Ort erhalten, damit Menschen hier leben und glauben,
mit ihren Zweifeln und Fragen zu ihm kommen können!“

Abt Eckhard Gorka in seiner Predigt am Reformationsfest 2010
Kloster Amelungsborn wurde 1135 von Mönchen des Mutterklosters Kamp am Niederrhein
gegründet. Es hatte seine Hoch-Zeit im 14. Jahrhundert und übernahm - wie das ganze
Herzogtum Braunschweig - 1568 das Augsburgische Bekenntnis. Weitere 200 Jahre bestand
eine Schule im Kloster und immer gab es einen Abt - bis auf den heutigen Tag.
Die Klosterkirche St. Marien erlitt noch am Ende des Krieges, im April 1945, schwere
Schäden durch einen Luftangriff gegen sich zurückziehende deutsche Truppen.
Aber es entstand „neues Leben auf altem Boden“. Die Kirche wurde wieder hergestellt, alte
Klostergebäude ausgebaut. Eine Tagungsstätte entstand. Die Prälatur wurde 1960 Christhard
Mahrenholz übertragen.
Er schuf mit anderen die neue Grundstruktur für dieses
Kloster auf Zeit.
Foto: Ulf Harbs
Der Abt leitet gemeinsam mit dem Konvent (sechs Geistliche und ein Jurist) das Kloster.
1961 entstand eine Bruderschaft, die
Familiaritas. Ihr gehören 40 Männer aus allen Teilen
Deutschlands an. Das sind keine Mönche, sondern evangelische Christen, die sich dem
Kloster in besonderer Weise verbunden fühlen. Sie kommen elf Mal im Jahr im Kloster zu
Gebet und Arbeit zusammen. Morgens, mittags, abends und zur Nacht ziehen die Brüder auf
den Ruf der Gebetsglocke in die Kirche ein und singen im Hohen Chor die Gebete, so wie ihre
Väter im Glauben vor ihnen gebetet haben. Die Tagzeitengebete sind im Evangelischen
Gesangbuch unter den Nummern 783 - 786 abgedruckt (nicht in allen Gliedkirchen der
EKD).
Der
ökumenische Frauenkreis wurde 1983 gegründet und trifft sich sieben Mal im Jahr
ebenfalls zu Gebet und Arbeit.
Ehrenamtliches Engagement zeigt sich in der Kirchenpädagogik. Sie ist zu einem
wichtigen Bestandteil kirchlicher Bildungsarbeit geworden. Das Projekt „Kirche zum
Anfassen“ bietet seit über 12 Jahren ein erfahrungs- und traditionsbezogenes
Entdeckerprogramm („Lernen mit allen Sinnen“) für Schulklassen und andere Gruppen
unterschiedlichen Alters, von der Kindertagesstätte bis zu den Landfrauen. Ehrenamtlich
wird auch ein nach mittelalterlichem Vorbild neu gestalteter
Kräutergarten gepflegt. Hier
finden Sie Arznei-, Küchen- und Symbolpflanzen, wie sie früher in Klostergärten
selbstverständlich waren. Die Wasserstelle und weitere Ruheplätze laden ein, die Seele
„baumeln“ zu lassen und sich an Gottes Schöpfung zu erfreuen. Wenige
hauptberuflich
Mitarbeitende
sorgen sich um des Klosters Bestes in Kirche und Tagungsstätte.
Alle diese Gruppen und weitere „Freunde des Klosters“ bilden das
Kapitel, das jährlich
unter Leitung des Abtes zu Gebet und Austausch zusammenkommt.
Alle Mitglieder der klösterlichen Gemeinschaft sind auch außerhalb der Klosterzeiten über
die tägliche Lektüre des
Amelungsborner Breviers miteinander verbunden.
Gern wird das Kloster auch als
Tagungsstätte genutzt. Kirchenvorstände, Chöre,
Firmenleitungen, Schulkollegien und andere kommen für einen Tag oder mehrere hier
zusammen, um in Ruhe ihre Arbeit zu tun. Für Gästegruppen stehen in den Tagungshäusern
65 Betten zur Verfügung.
Auch als
Pilgerherberge hat Kloster Amelungsborn, am Pilgerweg Loccum-Volkenroda
gelegen, sich einen Namen gemacht.
Das Kloster lebt und ein Besuch lohnt sich! Amelungsborn ist eine besondere Oase im
schönen Weserbergland. Viele Besucherinnen und Besucher, Pilger und Tagungsgäste
berichten von der Ausstrahlung des Ortes, die sie spüren. Das Kloster hat sich seine
abgeschiedene Lage auf dem Odfeld, zwischen den Klosterdörfern und umgeben von der
alten Klostermauer bewahren können. Da ist Gottesbegegnung und Gotteserfahrung möglich.
Und man kann erleben, wie Kirchengemeinde und klösterliche Gemeinschaft der früher von
den Zisterziensermönchen gelebten Frömmigkeit im Glauben an Gott, den „Liebhaber des
Lebens“ auch heute noch Raum geben.
Sie finden Amelungsborn im Weserbergland an der B 64 zwischen den Orten Negenborn und
Eschershausen im Landkreis Holzminden.
Anschrift:
Ev.-luth. Zisterzienserkloster Amelungsborn | 37643 Negenborn
05532-8300 und 05532-5019577
www.kloster-amelungsborn.de
Die Klosterkirche ist täglich (außer montags) von 9:00 - 18:00 Uhr geöffnet.
Die klösterliche Gemeinschaft ist herzlich verbunden mit Konvent und Münsterfamilie des
1171 gegründeten Tochterkloster Doberan in Mecklenburg-Vorpommern und sie pflegt eine
ökumenische Partnerschaft mit dem Zisterzienserkloster Bochum-Stiepel.
Porta patet cor magis: Das Tor ist offen, das Herz noch mehr!
Herzlich willkommen im Kloster Amelungsborn!
Foto: Hartmut Skibbe
Klosterkirche St. Marien   Hoher Chor
Foto: Hartmut Skibbe
Nördliches Seitenschiff und Memorienplatte
Foto: Hartmut Skibbe
Foto: Hartmut Skibbe